Medizinische enterale Ernährung

Gute Koordination verschiedener Versorgungsbereiche optimiert die Ergebnisqualität für den Patienten.

Die medizinisch enterale Ernährung gilt heute als ein effektiver Bestandteil der Behandlung krankheitsbedingter Mangelernährung und spezifischer Krankheitsbilder. Sie umfasst sowohl den Bereich der Trinknahrung als auch die sogenannte Sondenkost und ermöglicht eine physiologische Nährstoffzufuhr über den Magen-Darm-Trakt. Im Rahmen der Behandlung und Therapie unterschiedlichster  Erkrankungen ist eine spezielle Ernährungstherapie zur Deckung des individuellen Nährstoff- und Flüssigkeitsbedarfs des Patienten von essentieller Bedeutung.  Ziel ist es somit, Mangelerscheinungen einhergehend mit Folgeerkrankungen oder Komplikationen zu vermeiden, die Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Bei vielen dieser Patienten ist zusätzlich eine Tracheostomaanlage und somit die Versorgung mit einer Trachealkanüle unumgänglich. Auch dieser Versorgungsbereich erfordert eine individuelle Planung in Anlehnung an die entstandenen Funktionsverluste und unter Berücksichtigung der Ressourcen und persönlichen Rehabilitationsziele des Patienten.  Nicht selten stellt die Notwendigkeit einer beruflichen Re-Integration des Betroffenen eine besondere Herausforderung für die beteiligten Akteure dar. Eine optimale Abstimmung der Hilfsmittelauswahl  im Bereich Tracheostoma in Kombination mit einer indikationsgerechten Ernährungstherapie insbesondere im Bereich der bedarfsgerechten Flüssigkeitszufuhr kann z.B. bereits zu einer deutlichen Verbesserung des Sekretmanagements und somit zur Steigerung der Lebensqualität des tracheotomierten Patienten führen.  Daraus resultiert die Tatsache, dass eine optimale Koordination der Spezialisten der jeweiligen Versorgungsbereiche zu einer professionellen Patientenversorgung mit hoher Ergebnisqualität führt.

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