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Prävention und Gesundheitsförderung

Alles andere als neu und zukünftig von besonderer Bedeutung!

Prävention und Gesundheitsförderung
Helmut Fleischer berichtet

Jeder kennt die Situation: Eines Tages spürt man gewisse Krankheitssymptome und meist versucht man zunächst in Eigenregie wieder gesund zu werden. Oft gelingt das auch mit eigenen Hausmitteln oder mit einem passenden Medikament aus der Apotheke. Wenn die Symptome aber hartnäckig weiterbestehen, folgt zwangsläufig der Gang zum Arzt. Für manchen folgt dann u. U. diese eine Situation, an die man sich mit Sicherheit ein Leben lang erinnern wird. Der Arzt spricht seine Diagnose aus: „Sie haben Krebs“.

So ist es auch Helmut Fleischer ergangen. Vor 7 Jahren erkrankte er an einem Luftröhrentumor, sogar an einer äußerst seltenen Tumorart. So selten, dass es der Wahrscheinlichkeit eines Millionenlottogewinns gleicht, an diesem Tumor zu erkranken. Ein dramatischer Tag war das damals. „Ich bekam plötzlich Luftnot und bin ohnmächtig zusammengebrochen“, berichtet Helmut Fleischer. Sicher stellt man sich dann die typische Frage: „Warum ich?“ Und danach: „Was ist die Ursache für die Erkrankung?“

Für Helmut ist das unmittelbar zu beantworten. Seine Raucherkarriere begann er schon in der Kindheit, mit 12 Jahren. Die „Quittung“ dafür kam spät - im Alter von 59 Jahren, traf aber umso härter. Nicht nur die Luftröhre wurde in ein Tracheostoma verlegt, auch der Kehlkopf musste damit einhergehend entfernt werden. Sprechen ist seitdem nur mit dem ElectroLarynx möglich, das Riechen funktioniert auch nicht mehr. Seinen Job als Kfz-Mechaniker/ Lagerlogistiker hat er längst aufgegeben. „Der Preis für die Liebe zum Tabak war hoch, zu hoch.“ Das ist Helmuts Fazit rückblickend auf die letzten Jahre. Doch ändern lässt sich jetzt nichts mehr.

Heute setzt Helmut Fleischer seine eigene Erfahrung aktiv in Engagement gegen die gefährliche Unwissenheit der Jugend und für eine gezielte Prävention durch Aufklärung ein. Regelmäßig besucht er Schulklassen in Mittelhessen und spricht über seine Krankheitsgeschichte. „Macht nicht die gleichen Fehler, die ich in eurem Alter gemacht habe“, lautet sein Appell an die Schüler.

Die Reaktionen sind dabei hoch interessant. „Oftmals erlebe ich bei den Schülern regelrechte Schockzustände. Ein entsetztes „Ooohhhh“ geht dann als gleichmäßiges Raunen durch den Klassenraum.“ Und dieses Raunen ist das unmittelbare Ergebnis ihrer offenen Ohren, die tatsächlich mehr von allem erfahren wollen. Umso mehr veranlassen Helmut diese Erlebnisse das Thema allgemein weiter voranzubringen. Und damit hat er nicht nur für sich persönlich eine Aufgabe gefunden, die ihn begeistert und erfüllt. Er liegt vor allem voll am Puls der Zeit.

Deshalb schlagen wir nun die Brücke zu unserem Gesundheitssystem. Über viele Jahre stand ausschließlich der heilende Aspekt im Mittelpunkt der ärztlichen Fragestellung. Was muss getan werden, um Patienten mit schweren Erkrankungen effektiv zu therapieren und bestenfalls zu heilen? Der hohe Anspruch hat längst Erfolg erzielt. Die Überlebenschancen, auch bei schweren Erkrankungen, haben sich fast durchweg verbessert. Doch nun stehen wir an einem neuen Punkt der Herausforderung. Denn langwierige, vielleicht lebenslange Therapien sind kostenintensiv. Wie können wir das dauerhaft finanzieren?

So ist es aus ökonomischen Gesichtspunkten absolut notwendig, langfristig einen stärkeren Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung zu richten. Die neue innovative Blickrichtung, die uns alle bewegen sollte, muss entsprechend der Frage folgen: Was kann und muss ich selbst tun, um Krankheiten dauerhaft zu vermeiden und die eigene Gesundheit zu fördern?

Helmut Fleischer wird sein Engagement zu diesem Thema weiterführen. Und vielleicht hat er bei Ihnen mit seiner Geschichte Interesse geweckt, sich auch mit dem Thema intensiver zu beschäftigen.

Eine anschauliche Einführung in das Thema Prävention liefert die Homepage des Bundesgesundheitsministeriums: www.bundesgesundheitsministerium.de/Themen/Praevention

Hier finden sich u.a. wichtige Informationen zu Themen wie: Bewegung, Ernährung, Entspannung, Vorsorge und Früherkennung, Tabak- und Alkoholkonsum. Nehmen Sie sich doch einmal Zeit und suchen die für Sie richtige Broschüre aus.

Aktiv werden für sich selbst. Aktiv sein für die Anderen. Machen Sie mit!